Der perfekte Duft für meinen Wellnessbereich

Der perfekte Duft für meinen Wellnessbereich

Wie ein Duft sich entwickelt hängt von vielen Faktoren ab: Der Umgebungstemperatur, der Luftfeuchte, ob der Duft für Wasser oder Luft hergestellt wurde und weiteren Komponenten. Beispielsweise verändern sich viele bei Hitze oder können gar nicht mehr wahrgenommen werden. Dies ist bei unseren Düften nicht der Fall, denn um sicherzustellen, dass unsere Düfte stabil bleiben und einen optimalen Verlauf haben, werden sie in unserem Hause bereits bei der Herstellung genau auf die jeweilige Anwendungsumgebung abgestimmt. Welche Duftgruppe in welchem Wellnessbereich perfekt passt, können Sie der folgenden Matrix entnehmen:

Einsatzgebiet Aromee
basic
Aromee
intense
Aromee
Sauna
intense
Aromee
Whirl
intense
Aroma
Bath
Bio-Sauna, Soft-Sauna, Sanarium X X      
Cleopatra-Bad       X  
Dampfbad, Aromabad, Dampf-Sauna X X      
Erlebnisdusche, Dusche X X      
Frischwasser-Whirlwanne         X
Hamam X X      
Hot-Tub       X  
Jacuzzi       X  
Raumluftaromatisierung   X      
Rhassoul, Rasul X X      
Sauna, Finnische Sauna, Trockensauna X X X    
Sole-Inhalation X X      
Tepidarium X X      
Whirlpool       X  

Unsere soziale Verantwortung

Unsere soziale Verantwortung

Aus guten Gründen haben wir uns für den Standort Deutschland mit allen Konsequenzen entschieden.

Zum einen natürlich, weil wir ausschließlich auf höchste Qualität setzen. Und diese können wir nur garantieren, wenn wir auch einen ganz genauen Überblick über den kompletten Produktionsprozess und die Beschaffung der Rohstoffe und Bauteile haben. Auch die abschließende Qualitätsprüfung wird in unserem Hause von erfahrenen und hoch qualifizierten Mitarbeitern gemacht.

Zum anderen können wir nur hier wirklich die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiter beeinflussen. Daher haben wir es immer abgelehnt, in Billiglohnländer auszuweichen. In unserem Hause sind sämtliche Mitarbeiter hier in Deutschland in unbefristeter Festanstellung mit der hier üblichen sozialen Absicherung. Außerdem bieten wir ihnen flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle an. Denn dies ist unser Verständnis von einem modernen und fortschrittlichen Arbeitsumfeld, das unsere Mitarbeiter offensichtlich schätzen, denn unsere Fluktuation ist extrem gering.

Zu diesem Selbstverständnis gehört auch, dass wir keine vorgefertigten Teile aus Billiglohnländern importieren. Unsere Technik wird in Wendlingen aus Einzelteilen gefertigt. Selbst unsere Platinen werden hier vor Ort von uns produziert und nicht als Billigware importiert, die ohne soziale Verantwortung fabriziert wurde. Nur so können wir unsere gleichbleibend hohen Qualitätsstandards einhalten und gleichzeitig sicherstellen, dass dies in menschenwürdigem Umfeld mit sozialer Sicherheit geschieht. Auch unsere Duftkompositionen sowie unsere Kosmetik und die Pflegereiniger/Desinfektionsmittel werden unter diesen Voraussetzungen in unserem Hause produziert und abgefüllt.
Dafür bekommen unsere Mitarbeiter ein adäquates Gehalt verbunden mit der Wertschätzung, die sie verdienen und die wir nur geben können, wenn wir die Arbeit vor unseren Augen entstehen sehen.

Vielleicht ist dies der Grund, dass fast alle unsere Mitarbeiter schon so lange bei uns sind?


Saunieren im Alter

Saunabaden im Alter

Mit zunehmender Professionalisierung, Zielgruppenkonzentration und Nischenausrichtung im SPA- und Wellnessbereich kommt auch verstärkt die Frage auf, inwiefern Saunabaden im Alter empfehlenswert ist und ob es eine Alters-Obergrenze gibt.

Ist saunieren auch für ältere Menschen geeignet?

Jeder der selbstständig zur Sauna gehen kann, kann sie auch benutzen, ist die einfache Antwort, die Finnland, das Mutterland der Saunakultur auf diese Frage hat. Dort ist es schon lange üblich, dass auch alte Menschen die Sauna nutzen, es ist keine Seltenheit, dass Menschen über 80 ein- oder mehrmals wöchentlich saunieren gehen.

Denn die Vorzüge dieser Gewohnheit sind auch für Senioren beachtlich. Deshalb ist es auch nichts Besonderes zahlreiche Menschen über 70 in öffentlichen Saunabädern anzutreffen. Dies ist auch dem Trend geschuldet, dass die Menschen heute älter werden und auch im hohen Alter noch aktiver, mobiler und fitter sind als früher. Damit verändert sich auch deren Freizeitverhalten was wiederum eine Verbesserung der Rahmenbedingungen mit sich bringt.

Neben den gesundheitlichen Vorteilen, auf die im Folgenden noch eingegangen werden soll und die besonders für ältere Menschen beachtlich sind, stehen Aspekte wie Geselligkeit, Unterhaltung, Abwechslung vom Alltag und eine gewisse Gewohnheit im Vordergrund.

Gesundheitliche Vorteile für ältere Menschen

Den positiven Einfluss regelmäßigen Saunierens erkennt man am ehesten an der Haut. Denn im Alter beginnt sich die Haut durch Wasserverarmung im Gewebe und den daraus resultierenden verringerten Zelldruck zurückzubilden. Sie zeigt sich faltig, runzelig und oft sehr trocken. Die Wärme während des Saunavorganges erzeugt eine Durchblutungssteigerung der Haut, die hohe Luftfeuchtigkeit eine umfassende Durchfeuchtung und die Temperaturerhöhung im Hautorgan regt den Stoffwechsel an. Daher wirkt sich der Saunabesuch sehr günstig auf die Zellneubildung aus, man kann also Saunabaden als Anti-Aging-Maßnahme für die Haut betrachten, denn sie erhält eine bessere Spannkraft.

Beim Saunieren werden die Schweißdrüsen trainiert und selbst bei Senioren wird die übliche Schweißmenge von 30-40g pro Minute abgegeben. Somit kann von einer verminderten Schweißtätigkeit, die bei älteren Menschen häufig auftritt nicht gesprochen werden. Außerdem wirkt sich das starke Schwitzen positiv auf das Entschlacken aus und verhindert eine daraus resultierende altersbedingte Einschränkung der Beweglichkeit.

Ein Training der Blutgefäße im Hautorgan kann dafür sorgen, dass Duchblutungsstörungen und die damit einhergehende Belastung zumindest gemildert werden. Es führt außerdem bei Saunagängern jeden Alters zu sog. Abhärtung und Infektvorbeugung durch vermehrte Bildung von Abwehrstoffen. Gerade für ältere Menschen ist dies wirkungsvoll, da sie meistens zu einer größeren Anfälligkeit für Infekte neigen. Typische Alterskrankheiten wie Rheumatismus und Gelenkbeschwerden können durch Saunagänge ebenfalls günstig beeinflusst werden.

Die thermischen Reize in der Sauna regen das vegetative Nervensystem an, und lösen auch bei älteren Menschen Entspannung und ein Erfrischungsgefühl aus. Desweiteren kann ein Saunagang positive psychische Auswirkungen auf die Gefühlslage haben.

Wann ist Vorsicht geboten?

Wie oben gezeigt, kann sich Saunabaden unterstützend und positiv auf die Lebensqualität von älteren Menschen auswirken. Allerdings sollten vor allem Senioren bei bestimmten Krankheiten – akut oder chronisch – auf das Saunieren verzichten.

Ebenso wie junge Menschen sollten Senioren nicht eine Sauna besuchen, wenn sie an einer Bronchitis oder Lungenentzündung leiden. Außerdem gilt dies bei Herzkrankheiten, Gefäß- und Venenleiden, sowie bei hohem Blutdruck. Hier sollten Saunagänge im Vorfeld zumindest mit einem Arzt abgesprochen werden. Generell ist die Gefahr unerkannter Krankheiten bei Menschen über 70 größer als bei Jüngeren und das Herz bietet oft die erwartete Leistungsfähigkeit nicht mehr, ein Gang zum Arzt ist daher grundsätzlich zu empfehlen. Hat dieser grünes Licht gegeben, können sich Saunagänger jeden Alters auf ihr Gefühl verlassen: verspüren sie eine innere Unruhe, fühlen sich schlecht, schwindelig oder ist der Pulsschlag erhöht, dann sollte nicht nach der Uhr geschaut werden, sondern die Sauna sofort verlassen werden.

Alten Menschen wird empfohlen, eher die unteren Bänke in der Sauna zu nutzen, denn dort ist die Hitze nicht so groß und der Kontrast zum Tauchbecken nicht so stark.

Da im Alter eine verminderte Absonderung von Hauttalg gegeben ist, sollten Senioren ihren gesamten Körper nach dem Saunabaden direkt mit einer nährstoffreichen Hautlotion pflegen.

Wirtschaftlich gesehen eine wichtige Zielgruppe

Ältere Menschen sind wichtige Kunden für Saunabetreiber, denn immer mehr Kunden sind über 50 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt in deutschen Saunen entspricht in etwa dem der Gesellschaft. Umfragen ergaben, dass ältere Menschen auch deutlich regelmäßiger als Jüngere die Sauna besuchen. Zum einen da sie das Saunabaden zur Kommunikation und Geselligkeit nutzen, zum anderen da Termindruck geringer und –planung in dieser Altersklasse häufig einfacher ist.

80% der über 50-jährigen Saunagänger gaben einen wöchentlichen Saunagang an, bei den unter 30 Jährigen gehen nur 35% so regelmäßig. Auch im Ganzjahresbesuch liegen die Senioren vorn, hier gaben 76% von ihnen an, über das ganze Jahr eine Sauna zu besuchen. Bei den unter 30-jährigen konnten hierfür nur 57% ermittelt werden.

Viele Saunen haben auf diese Umfrageergebnisse bereits reagiert und bieten spezielle Seniorenzeiten, bei denen diese wichtige Zielgruppe zu Sonderpreisen Zutritt erhält. Häufig werden dann sogar in der angeschlossenen Gastronomie Seniorengerechte Mahlzeiten zu günstigen Konditionen angeboten.

Dennoch lohnt es sich, das Konsumverhalten der älteren Generation genau zu ermitteln, da sich dies eklatant von dem Jüngerer unterscheidet. Den Fehler, Senioren in eine Kosumschublade zu packen können Saunabetreiber sich damit sparen.

 

Quellenverzeichnis:

Bericht „SAUNA & BÄDERPRAXIS 3/2013“: Saunabaden im Alter: Alle Beteiligten profitieren
http://www.saunaindeutschland.com/
http://www.vivemus.de/
https://www.seresco.de/
http://www.planetsenior.de/


Perfekt nach intensivem Training: Sauna und Hitze

Perfekt nach intensivem Training: Sauna und Hitze

Viele Fitness-Studiobesucher oder Athleten sehen einen Saunabesuch nach dem Training als obligatorisch an. In erster Linie sollen die beanspruchten Muskeln schneller entspannen, die Muskelregeneration eingeleitet und dem gesamten Körper Erholung gegönnt werden. Denn je schneller sich Muskeln erholen können, desto schneller ist ihre Leistungsfähigkeit wiederhergestellt.

Fitness-Studios bieten nicht ohne Grund fast immer eine Kombination aus Krafttraining und Sauna an. Ist daher saunieren so direkt nach dem Sport empfehlenswert? Dazu sollte man zunächst betrachten, welche Wirkung die Sauna auf den Organismus hat.

Die gesamte Körpertemperatur des Saunanutzers steigt während des Saunierens an, das nennen wir Überhitzung (Hyperthermie). Dazu kommt es, weil wir die körpereigenen Antwortmechanismen auf Hitze während des Saunabadens aushebeln. Denn auch wenn wir schwitzen, findet in der Sauna (durch die hohe Umgebungsfeuchte) kein Verdunstungseffekt und dadurch keine Wärmeabgabe statt, während dem Körper über den Zeitraum des Aufenthaltes konstant weiter Wärme zugeführt wird. Die Temperatur der Haut steigt von 30-32°C auf ca. 40-42°C an, die Wärme im Körperkern immerhin um ca. 2°C (Weineck 2010, 795). Damit wird das Verhältnis der Temperatur des Körperkerns zur Haut umgedreht, denn normalerweise ist die Haut kühler als der Kern. Diese Erhöhung der Temperatur im Körper steigert die Stoffwechselaktivität in einem Maße, dass der Gesamtenergieumsatz um bis zu 40% ansteigt. Dieser Effekt lässt sich am besten in den Hautzellen beobachten, denn dort läuft die Zellerneuerung auf Hochtouren (Fritzsche/Fritzsche 1975, 15; Weineck 2010, 795).

Dies belegt auch eine Studie des American Council on Exercise (Iwen et al. (2019) Int J Res Ex Phys. 15(1):1-12). Nach dem Training warm zu bleiben, kann diesen Effekt verstärken.

Die Forscher testeten drei Gruppen – eine Kontrollgruppe, eine, die nach herausforderndem Sport 30 Minuten in heißem Wasser verbrachte und eine weitere, bei der die Teilnehmer nach dem Training einen Saunaanzug trugen.

Beide passiven Wärmestrategien waren gleichermaßen ausreichend, um die Kerntemperaturen zu erhöhen und beide blieben unter den Temperaturen (39°C, 102°F), die das Risiko einer Hitzeerkrankung erhöhen könnten.

Nach drei Wochen waren die mittleren VO2max*- und Laktatschwellenveränderungen sowohl in der Heißwasser- als auch in der Saunagruppe „statistisch signifikant größer“ im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Forscher sagten, dass diese Wärme-Interventionen nach dem Training den Menschen erlauben, „ihr Training zu erweitern, ohne Volumen und/oder Intensität zu erhöhen, was bedeutet, dass sie Leistungssteigerungen erreichen können, ohne das Risiko von Übertraining oder Verletzungen zu erhöhen“.

Ist nun also Hitze in einem Saunagang, nachdem im Vorlauf ein intensives körperliches Training absolviert wurde empfehlenswert oder nicht?

Definitiv ja! Denn die ­ oben erklärte ­ Hyperthermie in der Sauna führt im Bereich Muskeln, Knorpel, Sehnen und Bänder zu eine erhöhten Durchblutung und daher zu einer beschleunigten Regeneration. Die Leistungswiederherstellung ist schneller erreicht und das nicht nur bei Profisportlern.

Somit ist ein Saunagang nach dem Training eine sinnvolle Möglichkeit, den Körper nach ausdauernden Sportarten oder intensivem Krafttraining zur effektiven Wiederherstellung und Regeneration der Muskulatur zu unterstützen.

 

P.S. Ein besonderes Erlebnis ist das Saunieren mit Kemitrons Aromee-Düften – stöbern Sie doch mal in unseren Webshop.

 

*VO2max = Die maximale Sauerstoffaufnahme. Diese gibt an, wie viele Milliliter Sauerstoff der Körper im Zustand der Ausbelastung maximal pro Minute verwerten kann. Die Angabe erfolgt in Milliliter Sauerstoff pro Minute.

 

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„Wedeln ist der Höhepunkt in großen Saunen“

„Wedeln ist der Höhepunkt in großen Saunen“

Ein Interview mit dem mehrfachen deutschen Aufguss-Meister Udo Mohr

Corona hat auch die Saunawelt fest im Griff. Mit einer dreimonatigen Unterbrechung im Sommer 2020 sind die öffentlichen Saunen seit über einem Jahr geschlossen. Wir haben mit Herrn Mohr gesprochen, den Saunameister des Waldschwimmbads Neu-Isenburg. Dieser ist trotz der Situation fröhlich-optimistisch und er brennt auf eine Wiedereröffnung. Denn er sagt „Ich bekomme so viele Nachrichten und Anfragen, wann wir wieder öffnen. Da möchte ich unseren Gästen in dieser schwierigen Zeit, in der Druck und Stress auf einer anderen Ebene stattfinden schon auch etwas geben.“ Ein Menschenfreund, das merkt man.

Heute wollten wir etwas mehr über das Wedeln wissen. Und über dieses Thema und auch einige andere, konnten wir viel von dem Experten erfahren:

Guten Tag Herr Mohr, Sie sind Saunameister. Momentan haben alle öffentlichen Saunen geschlossen, wie geht es Ihnen?

Letztes Jahr, als Corona begonnen hat, wurde geschlossen, dann ging es nochmal so drei Monate gut, und jetzt ist praktisch wieder seit Ende Oktober 2020 alles zu. Wir versuchen das Beste daraus zu machen, so wie viele andere auch.

Sie sind mehrfacher deutscher Aufguss-Meister. Ein Mann vom Fach also. Ein Teil Ihrer Aufgabe ist das Wedeln. Können Sie denn den Menschen ein paar Tipps geben? Was ist wedeln zunächst mal, wozu macht man es?

Ja, wedeln ist der Höhepunkt in großen Saunen, man macht es zum Abschluss eines Saunaganges. Das heißt, die Leute schwitzen und wenn die Haut dann genässt ist, versucht man mit dem Handtuch die sogenannte Haftschicht* bzw. Isolationsschicht vom Körper herunterzuziehen. Denn das ist ein sehr angenehmes Gefühl. Vor allem wenn es nicht zu heftig, sondern zart gemacht wird. Bei diesen Temperaturen ist es angenehm, wenn man von einem leichten Wind berührt wird. Und das genießen die Besucher einfach.

Fühlt sich das kurzfristig heißer an?

Ja, denn es wird mit sehr viel Luftfeuchte gearbeitet. Diese ist natürlich durch die Wärme im Raum erhitzt. Daher wird man zunächst durch einen warmen Schwung getroffen. Danach ist es trotzdem sehr angenehm. Es kommt auch immer darauf an, mit wieviel Wasser gearbeitet wird. Denn es gibt immer Menschen, die denken, viel Wasser ist immer gut. Ich glaube aber, wenn man mit wenig Wasser viel erzeugen kann, ist es deutlich angenehmer für den Gast.

Wo haben Sie wedeln gelernt?

Als ich anfing damals, hatte ich sehr gute Saunameister, die in diesem Bereich für die damalige Zeit schon ziemlich weit waren. Da habe ich natürlich schon sehr viel mitgenommen. Dann dachte mir aber, dass ich das, was die mir zeigen vielleicht noch ein bisschen verbessern kann. Insofern habe ich immer versucht, daran weiterzuarbeiten. Zuhause vor dem Spiegel habe ich immer geübt. Meine Frau hat geschimpft, dass ich den ganzen Staub vom Schrank aufwirble, aber so habe ich mich reingearbeitet.

Gibt es tatsächlich verschiedene Techniken?

Ja klar, es gibt ganz viele Techniken. Die Norm, das heißt, das Abschlagen, das seitlich ziehen (Fahnenziehen) oder das Abwedeln, das sind die gängigen. Es gab zum Beispiel in Südtirol einen Saunameister, der hat das Hubschrauberwedeln gemacht (den Hubschrauber mit dem Handtuch über dem Kopf). Oder es gibt das Pizzawedeln, das momentan so ganz aktuell ist. Es gibt also ganz viele verschiedene Techniken, die man anwenden kann.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch ganz viele Wedelutensilien, die auch genutzt werden. Zum Beispiel in Erding. Dort arbeiten sie in der großen Sauna mit der Fahne. Der Fächer gehört natürlich auch dazu oder ein Ring. Das sind aber viele Dinge, die von früher abgeschaut wurden. Beispielsweise hatte Herr Danter („Wohlfühlführer Europas“) damals schon eine große Frisbeescheibe dabei. Diese hat er als Perlenring bezeichnet und wurde später von anderen übernommen, die sie auch heute noch zum Wedeln nutzen.

Und was verwenden Sie gerne?

Ich glaube, ich nutze mittlerweile alles und tausche durch. Denn es darf nicht zu einseitig werden. Die Gäste wünschen sich Abwechslung. Und ich bin mir sicher, wenn wir wieder öffnen dürfen, werden die Menschen nur zum Genießen kommen. Ich denke, es gibt sehr viel Nachholbedarf. Gewerbliche Saunen sind auch ein Kommunikationstreffpunkt. Der fehlt jetzt. Viele Menschen gehen immer an denselben Tagen, treffen sich dort, kennen sich und bilden Grüppchen. Werden Privatsaunen genutzt, wie jetzt, dann ist die Familie dabei. Das ist etwas vollkommen anderes.

Guter Punkt, wie ist das in einer Privatsauna? Kann man da auch wedeln?

Für den Eigenbedarf würde ich das wahrscheinlich weniger machen, denn Privatsaunen sind meist viel zu klein. Die haben ja oft nur 2-3 m². Außerdem kommt die Hitze dort meist von allein runter. Denn wenn eine Kelle aufgegossen wird, staut sich die Hitze sofort. Das merkt man schon, ohne dass man die Luft bewegen muss.

Sie haben auch getrennte Männer- oder Frauensaunen. Gibt es da Unterschiede?

Ja! Frauen mögen es meistens nicht ganz so heiß. Vereinzelt gibt es natürlich auch Unterschiede. Aber prinzipiell kann man sagen: Frauen mögen gerne Rituale. Beispielsweise mit Peelings oder mit Klangschalen. Männer dagegen haben auch gern ein bisschen Rockmusik im Hintergrund und mögen es eben heißer.

Wir machen ja auch Düfte. Kann in der Sauna das Duftempfinden gesteigert werden, ohne die Dosierung zu erhöhen?

Na klar! Weniger ist bei der Dosierung häufig mehr. Wenn überdosiert wird, kann das auch mal unangenehm werden oder in den Augen brennen. Damit sollte vorsichtig umgegangen werden. Ein Wechsel zwischen Duftkonzentraten und den Ölen ist auch oft schwierig. Ich liebe auch die Konzentrate, weil man mit denen spielen kann. Zum Beispiel, ist ein schöner Minzduft, der auf die Haut den kühlenden Effekt bringt etwas ganz Großartiges. Aber auch die klassischen Düfte, wie Melisse oder zitronige Düfte nutzt man ständig. Gerade im gewerblichen Bereich. Wenn die Türe geöffnet wird und dann die Menschen vor der Sauna stehen und immer noch den Duft riechen, das ist schon ein Anreiz.

Sie sind mehrfacher deutscher Aufguss-Meister. Wie wird man das?

Ich kam praktisch wie die Jungfrau zum Kinde dazu. Damals hatte ich gerade angefangen Aufgüsse durchzuführen. Einer aus unserem Kreis meinte, dass eine Meisterschaft stattfindet und fragte wer teilnehmen wolle. Eigentlich ging es nur darum zu sehen, wie wir abschneiden. Das war 2004 in Hannover im aquaLaatzium. Ich bin also mit einem Kollegen ohne Erwartungen hingefahren. Der Wettkampf bestand aus drei verschiedenen Techniken: dem normalen Aufguss, die Banja-Sauna (die besonders heiße, russische Sauna) also die Birkenquasten-Sauna (Osteuropa und Russland), und einem Aufguss, der frei erfunden werden konnte. Vor der Endrunde lag ich auf dem dritten Platz. Dann sollten alle drei Aufgüsse nochmal durchgearbeitet werden, andere Eigenschaften wurden bewertet. In der Runde bin ich dann vom dritten auf den ersten Platz gerutscht. So kam ich zu meinem ersten Titel. Anschließend gab es viele Jahre lang keine Meisterschaft. 2012 und 2014 richtete das „Sauna-, Wellness- und Gesundheitszentrum“ in Erzhausen bei Darmstadt die Meisterschaft aus, die ich beide gewann. Zu der damaligen Zeit gab es darum aber noch nicht so ein Hype, wie momentan. Mittlerweile wird um die Meisterschaft ja ein richtiger Rummel gemacht. Inzwischen liegt mehr Augenmerk auf einer Show als auf dem gesundheitlichen Aspekt. Dieser ist meiner Meinung nach verloren gegangen. Denn es geht nur noch darum, wie gewedelt, das Handtuch geworfen und wieder gefangen wird. Der gesundheitliche Effekt, den saunieren bringt und dass Sauna auch zum Wohlfühlen da ist und nicht nur für Show, darum geht es nicht mehr.

Zum Abschluss würde uns noch interessieren: Gehen Sie denn selbst gerne zum Entspannen in die Sauna?

Ja natürlich! Wenn es meine Zeit zulässt, dann lege ich mich gerne auch mal für eine halbe Stunde in die Sauna. Vielleicht mit etwas Musik im Hintergrund. Dann kann ich auch die Augen schließen und genieße das ausgiebig.

Dankeschön für das Gespräch, Herr Mohr!

Udo Mohr gibt bereits seit 15 Jahren Schulungen für Saunapersonal. Sollten Sie Interesse an einem Kontakt haben, stellen wir Ihnen diesen gerne her. Ein kurzes Anschreiben über unser Kontaktformular genügt.

 

*Haftschicht [Anm. d. Red.]: Die Haftschicht ist eine dünne Luftschicht, die alle ruhenden bzw. unbewegten Gegenstände umgibt. Prinzipiell dient sie zur Isolation der Haut. Beim sog. Wedeln reißt diese dünne Luftschicht und wird fortgewirbelt. Somit kann die noch heißere Raumluft an den Körper gelangen und die Hitze des Dampfstoßes wird noch intensiver wahrgenommen.

Dasselbe Prinzip (der fortgewirbelten Haftschicht) verursacht, dass wir kühles Wetter als unangenehmer empfinden, wenn Wind herrscht. Dies ist in der Sauna ähnlich, nur dass die Luftschicht die Haut vor der Wärmeeinwirkung durch die heiße Luft (Konvektion) schützt. Das Wedeln entfernt sie absichtlich, um die o.g. Wirkung zu erzielen.


Kemitron: der Zusammenhang von Qualität und Nachhaltigkeit

Kemitron: Der Zusammenhang von Qualität und Nachhaltigkeit

In den über 40 Jahren seines Bestehens ist Kemitron seiner Unternehmensphilosophie immer treu geblieben, nur beste Qualität zu verarbeiten.
In dieser Zeit ist die Konkurrenz härter und verbissener geworden, der Preiskampf hat häufig schwierige Ausmaße angenommen. In anderen Firmen wurden Produktionen ins Ausland verlegt und Billigware ins Programm mit aufgenommen. Kemitron hat dies stets abgelehnt.

Nach dem Motto „einmal richtig gekauft ist zwei Mal günstig gespart“ glauben wir daran, dass sich gute Qualität auszahlt und langfristig sowohl Geldbeutel als auch unsere Umwelt schont.

Wie geht das?

Die technischen Produkte von Kemitron (Technico) werden in unserem Hause entwickelt, designt und aus hochwertigen Einzelteilen zusammengebaut. Sie werden nicht vormontiert gekauft. Unsere Mitarbeiter kennen die Entwurfspläne, das Design und  jedes einzelne Teil der Produkte. Dies gilt auch für jene, die wir inzwischen modernisiert oder bereits aus dem Programm genommen haben.

Weil wir bei allen Einzelteilen auf die hohe Qualität achten, sind unsere Produkte daher extrem langlebig, was dem Kunden ein Wegwerfen und Neukauf nach wenigen Jahren erspart. Außerdem lassen sich unsere Produkte auch nach langjährigem Einsatz im Dauerbetrieb immer reparieren, sollte es dann doch mal zu einer Funktionsbeeinträchtigung kommen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Kunde sich an unsere Gebrauchs- und Bedienungsempfehlungen hält.
Da Entwicklung und Design ebenso, wie die Herstellung in unserem Hause geschehen, gibt es keine Verzögerungen bei Kundenanfragen, es müssen keine Einzelteile hin und her geschickt werden, nicht mal der wenige Strom für das Versenden von Emails wird gebraucht, denn wir können immer zu dem Ingenieur, dem Designer oder in die Fertigung gehen und nachfragen.
Auf diese Weise bezahlen unsere Kunden nur einmal für viele Jahre Freude. Und Müllberge mit umweltschädlichen Einzelteilen werden vermieden.

Ähnliches gilt für unsere Düfte (Aromee) und Pflegereiniger/Desinfektionsmittel (Pure). Sie werden in unserem Hause kreiert und entwickelt, aus hochwertigen Rohstoffen hergestellt und sind äußerst ergiebig. Damit werden sowohl Lieferwege zu uns als auch die zu unseren Kunden gespart, weil seltener bestellt werden muss. Somit gewinnt auch hier nicht nur der Kunde, sondern ebenfalls unsere Umwelt, denn weniger Lieferungen plus weniger anfallende Verpackungsmaterialien auf der ganzen Ebene, können unserer Natur nur gut tun. Darüber hinaus sind Kemitron-Produkte aufgrund des hohen Standards (soweit bekannt) nicht allergieauslösend. Der Kunde muss also seltener bestellen und kauft Produkte, bei denen er sich auf eine gleichbleibend hohe Qualität verlassen kann.

Während alle also über Nachhaltigkeit reden, lebt Kemitron diese bereits seit seiner Gründung.


Es ist ein Kraut gewachsen!

Natürliche ätherische Öle werden auf vielfältige Weise zur Raumbeduftung oder auch in Badesalz, Parfüm, Gesichtsölen und Cremes verwendet. Sie helfen aber nicht nur, einen bezaubernden Duft zu verbreiten, in schwierigen Zeiten können natürliche ätherische Öle auch für einen größeren Zweck verwendet werden:

Da Düfte über den ältesten Teil des menschlichen Gehirns, das limbische System, auf den Körper wirken, lösen sie unterbewusst sofort eine Reaktion bei uns aus. Denn in diesem Teil unseres Hirns werden Emotionen verarbeitet und kontrolliert. Sie werden nicht wie optische oder akustische Reize, über den Thalamus vorverarbeitet und gefiltert. Somit können sie in uns ganz unbewusst Gefühle auslösen und Einfluss auf unser Befinden nehmen. Und weil eben unser Geruchssinn mit unserer Stimmung und unseren Gefühlen eng verbunden ist, werden ätherische Öle gezielt eingesetzt, um unser körperliches und emotionales Wohlbefinden zu steigern. Nun werden verschiedenen Düften, bestimmte Wirkungen zugeschrieben, belebend, konzentrationsfördernd, entschleunigend … Heute wollen wir uns ganz bewusst auf die Düfte konzentrieren, die einen beruhigenden, stressbefreienden oder entspannenden Effekt auf uns haben sollen. Sorgen Sie außerdem für ein ruhiges Umfeld. Zusätzlich können Sie entspannende Atemübungen anwenden.

Abhängend von Gesundheit, körperlicher Verfassung und Stresssituation kann grundsätzlich gesagt werden: Blumige, weiche und fein holzige Noten sind harmonisierend, herbe, krautige oder kräftig holzige Noten dagegen beruhigend.

Bergamotte

Die Bergamotte ist dafür bekannt, als Zitrusfrucht dem Earl Grey Tee seinen unverwechselbaren Geschmack zu geben. Ihr Duft soll beruhigen, entspannen und Unruhe lindern, während er gleichzeitig hilft neue Energie zu schöpfen. Achtung! Bergamotte-Öl kann Ihre Sonnenlichtempfindlichkeit steigern!

Geranie

Die Geranie ist eine unserer beliebtesten Balkonpflanzen und soll  vor allem bei Stress und Erschöpfungszuständen eine entspannende Wirkung haben.

Jasmin

Jasminduft soll bei Sorgen unterstützend wirken. Dem Duft wird nachgesagt, das Nervensystem zu beruhigen, die Stimmung zu heben und neue Energie zu geben. Für einen positiven Start in den Tag, kann man probieren, sich bereits morgens vom Duft des ätherischen Jasminöls inspirieren zu lassen.

Kamille

Kamille ist als beruhigender Duft bekannt. Ihr werden positive Eigenschaften zu Förderung der inneren Ruhe und des erholsamen Schlafs nachgesagt, Reizbarkeit, Grübeln und Sorge soll sie lindern.

Lavendel

Der unverwechselbare Duft des Lavendels kann ihnen dabei helfen zu entspannen und das Nervensystem zu entlasten. Er unterstützt bei Einschlafschwierigkeiten und trägt zu einer friedlichen Nachtruhe bei. Ruhelosigkeit, Reizbarkeit und Schlaflosigkeit soll Lavendelduft lindern.

Melisse

Die Melisse gilt als ein bewährtes Hausmittel gegen Stress, nervöse Verspannungen, Melancholie, Depression und Schlafstörungen. Der Duft der Melisse soll harmonisierend auf Körper und Geist wirken.

Orange

Der Orangenduft soll die Stimmung heben und so bei der Stressbewältigung helfen. Also genau das Richtige für diejenigen, die an Lustlosigkeit, Nervosität und Erschöpfung leiden.

Rose

Traditionell wird die Rose mit Liebe und Herz in Zusammenhang gebracht. Ihr wird nachgesagt, Traurigkeit oder innere Aufruhr zu beruhigen. Darüber hinaus soll sie zur Linderung von Anspannung und Sorgen beitragen.

Rosmarin

Rosmarinduft soll die Lebensgeister wecken und bei Migräne, Stress und Erschöpfung unterstützend wirken. Darüber hinaus soll es wärmende und durchblutungsfördernde Eigenschaften besitzen.

Vanille

Das feine Aroma der Vanille soll die Stimmung heben, eine warme Atmosphäre verströmen und darüber hinaus der Entspannung dienen.

Weihrauch

Auf eine bereits sehr lange Geschichte kann Weihrauch zurückblicken. Es wird aus dem Harz des Weihrauchbaumes gewonnen und kann eingesetzt werden, um Anspannungen zu lindern und den Geist zu entspannen. Traditionell wird Weihrauch genutzt, um Meditation zu vertiefen.

Ylang-Ylang

Ylang-Ylang stammt von den Blüten eines tropischen Baumes. Der Duft soll Symptome von Ängstlichkeit und Niedergeschlagenheit reduzieren, die Stimmung heben und Kopfschmerzen lindern. Achtung! Möglicherweise kann es den Blutdruck senken, daher sollte es nicht von Menschen mit niedrigem Blutdruck angewendet werden!

Zitronengras

Dem aromatischen Duft des Zitronengrases wird nicht nur ein anregender und sehr erfrischender Effekt nachgesagt, er soll auch angstlösend und stimmungsaufhellend wirken und  bei Antriebsschwäche helfen.

Beachten Sie bitte immer: Düfte können auf vielfältige Weise unterstützend und entlastend wirken. Halten Sie sich aber bitte immer an Dosierungsanleitungen und die Empfehlungen auf dem Etikett oder der Packungsbeilage. Holen Sie sich für medizinische Zwecke Rat bei ausgebildetem Fachpersonal! Aromatherapeuten und Ärzte werden ihnen zu jeder Zeit weiterhelfen können.


Der Unterschied von aromatherapy und aromachology

Die Wissenschaft der Düfte in Bezug auf persönliches Wohlbefinden kann grundsätzlich in zwei Bereiche eingeteilt werden: aromatherapy und aromachology.
Die aromatherapy ist ausschließlich therapeutisch und darf nur von lizensierten Fachkräften ausgeführt werden. Sie nutzt nur natürliche Rohstoffe und untersucht, welche Düfte eine bestimmte physiologische Reaktion hervorrufen.
Ein wissenschaftlicherer Ansatz wird dagegen von der aromachology verfolgt, bei der untersucht wird, welche psychologischen Reaktionen aus welchen Gründen durch welche Düfte hervorgerufen werden.

Die Anfänge der heute ausgeführten aromatherapy gehen in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Allerdings ist die Verwendung von ätherischen Ölen und Aromen mindestens seit 3000 v Chr. bekannt, wo sie bereits für kulturelle aber auch für medizinische Zwecke genutzt wurden. Wie oben bereits erwähnt, verwendet die aromatherapy ausschließlich natürliche Inhalts- und Duftstoffe zur Behandlung von Zuständen, die mit Stimmung und Emotionen zusammenhängen. Da dies ein sehr sensibles Thema ist, darf sie nur von Fachkräften ausgeführt werden. Obwohl sie das Einatmen oder Verbrennen von Düften beinhaltet, liegt das Hauptaugenmerk nicht auf dem Geruch der ätherischen Öle, sondern auf den heilenden Eigenschaften, die sie enthalten.

Dagegen basiert die aromachology, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts aufkam, ausschließlich auf wissenschaftlichen Studien. Dabei konzentriert sie sich auf die psychologische Wirkung von Düften auf Stimmungen und Emotionen. Sie beschränkt sich nicht nur auf natürliche Düfte, sondern steht auch der Verwendung von synthetischen Düften positiv gegenüber. Ursprünglich wurde sie hauptsächlich im Einzelhandel eingesetzt, um das Kundenerlebnis zu verbessern oder zum Kauf anzuregen. Heute wird die aromachology dank neuer Forschungsergebnisse aber ernster genommen, als noch zur Jahrtausendwende und für nützlichere Zwecke eingesetzt, darunter zur Schmerzlinderung und -behandlung.

Heute werden die Weisheit der aromatherapy und die Wissenschaft der aromachology zunehmend kombiniert, um eine neue Generation von "functional fragrances" zu schaffen (siehe auch unseren Blogtext: Der Unterschied zwischen functional fragrance und aromatherapy). Tatsächlich konnten mit Hilfe der aromatherapy bereits einige – seit Jahrunderten bestehende - Behauptungen nachgewiesen werden, beispielsweise die entspannenden Eigenschaften von Lavendel. Infolgedessen wird der Duft als wichtiger Wirkstoff neu formuliert. Hier zeigt sich aber auch die Notwendigkeit, dass diese sensiblen Themen, bei denen es besonders um die richtige Kombination und korrekte Dosierung geht, in der Hand von speziell ausgebildetem Fachpersonal bleibt.


Kemitron Aromee Düfte und was sie enthalten

Kemitron weiß: Gerade in Spa und Sauna, in denen mit verschiedenen Temperaturen und in oft großzügigen Raumbereichen gearbeitet wird, sind stabile und in der Intensität gleichbleibende Düfte wichtig.

Um diese herzustellen, ist die Qualität der Rohstoffe entscheidend. Denn nur hochwertige Grundstoffe können ein nachhaltiges Dufterlebnis erzielen und nur eine hohe Konzentration ätherischer Öle kann ihre gesunden und vielfältigen Wirkungsweisen auf den Körper und die Seele entfalten.

Daher verwendet Kemitron nur erstklassige Rohstoffe wie reine ätherische Öle. Unsere durchdachte Zusammensetzung ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Düfte von Kemitron – auch wenn das Gebinde längere Zeit in Gebrauch ist – in ihrer Intensität stabil bleiben.

Außerdem halten wir die gesamte Wertschöpfungskette in eigener Hand um grundsätzlich das beste Wirkungsgefüge zu erreichen. Das bedeutet, dass bereits ab der Auswahl der Duftstoffe, über die Kreation der Rezeptkompositionen bis zur Herstellung alles direkt in unserem Haus geschieht.

Darüber hinaus nutzt Kemitron ausschließlich Duftstoffe, die dem IFRA* Standardkodex unterworfen sind und auf den wissenschaftlichen Analysen des RFIM** beruhen.

Unsere Unternehmensphilosophie verpflichtet uns zum schonenden Umgang mit Ressourcen und der Umwelt – und zwar ganzheitlich, beim Einkauf der Rohstoffe genauso wie beim Einsatz unserer Produkte.

Da wir auf Konservierungsstoffe sowie minderwertige Zusatzstoffe verzichten, sind uns bisher keine gesundheitsbeeinträchtigenden oder andere Reaktionen auf Kemitron Aromee-Produkte bekannt. Um dies zu gewährleisten, ist eine nachweisliche Verwendung von Kemitron Originalprodukten sowie die Einhaltung unserer Dosierempfehlungen bei der Anwendung Voraussetzung.

*Die International Fragrance Association (IFRA) ist die globale Repräsentanz der Riechstoffindustrie und erlässt aktualisierte Standards für Duftstoffe.
**Das Research Institute for Fragrance Materials (RFIM) ist die internationale wissenschaftliche Behörde für die sichere Verwendung von Duftstoffen.

Sauna und Eis – eine Liebesbeziehung

Von der klassisch-allbekannten finnischen Sauna bis zum russischen Banja – es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Saunaarten. Gemeinsam haben alle, dass der Aufguss den unbestrittenen Höhepunkt des Saunierens darstellt. Bei diesem wird Wasser über heiße Steine gegossen. Der entstehende Wasserdampf erhöht die Luftfeuchtigkeit schlagartig, das Saunaerlebnis wird intensiviert. Der Effekt bleibt nur kurzfristig, daher werden meist mehrere Aufgüsse durchgeführt. Für ein besonderes Wellness-Erlebnis werden dem Aufgusswasser häufig ätherische Öle oder andere Duftstoffe beigemischt. Je hochwertiger diese sind, desto vielschichtiger ist das Dufterlebnis.

Allerdings stellt der Aufguss eine hohe Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Daher sollten sich Sauna-Anfänger immer auf die unteren Bänke setzen. Was grundsätzlich für das Saunieren gilt muss gerade beim Aufguss besonders beachtet werden: Unbedingt auf die Warnsignale des Körpers hören, denn fühlt man sich unwohl, sollte man die Sauna sofort verlassen!

Eine weitere Möglichkeit, einen Aufguss durchzuführen, ist durch Verwendung von Schnee- oder Eiskugeln. Diese werden entweder aus Schnee oder gecrushtem Eis als Ball geformt. Alternativ können auch einfach Eiswürfel genommen werden. Beachtenswert ist hier, dass Schnee und Eis unbedingt aus sauberem Wasser bestehen müssen, andernfalls kann das Sauna-Erlebnis schnell zu einem Alptraum werden.
Schneeball- oder Eisaufgüsse sind um ein Vielfaches intensiver als ein Aufguss mit Wasser, bei dem ein großer Teil unverdampft zwischen den Steinen durchläuft. Bei Schnee- oder Eisbällen hingegen, wird durch den Schmelzvorgang nur wenig Wasser abgegeben. Die Steine, die durch die darunter liegenden Heizelemente ständig auf gleich hoher Temperatur gehalten werden, verdampfen das Schmelzwasser fast vollständig. Der eigentliche Aufguss beginnt mit dem Schmelzprozess und dauert über einen längeren Zeitraum an. Er startet sanft, wird aber durch die lange Schmelzzeit und die enorm hohe Luftfeuchtigkeit sehr intensiv. Auch beim Schneeballaufguss können Saunadüfte verwendet werden. Dazu wird der Duft einfach auf den Schnee- / Eisball geträufelt bzw. zu dem Wasser in die Eiswürfelform gegeben. Im Handel erhältlich sind auch Formen, mit denen der Ball fest verpresst werden kann. Mittels eines Dorns kann hier das Duftkonzentrat in die Mitte der Schnee- oder Eiskugel gegeben werden. In diesem Fall entwickelt und intensiviert sich der Duft langsam und mit der steigenden Luftfeuchtigkeit.
Für ein besonderes Dufterlebnis empfehlen wir auch für Schnee- und Eisbälle Kemitron Aromee Sauna intense oder Aromee intense Düfte. Denn durch die enthaltenen erstklassigen Rohstoffe bleibt der Duft auch bei hoher Hitze und langsam ansteigender Luftfeuchte stabil und vielschichtig.

Die Kehrseite des Aufgusses durch Schnee und Eis ist, dass viel Energie benötigt wird, weil die Steine durch den langsamen Schmelzvorgang dauerhafter und mehr erhitzt werden müssen. Wegen des hohen Energieaufwands werden die Heizelemente mehr angegriffen, neigen eher zum Durch- oder Ausbrennen und müssen im Vergleich zu reinen Wasseraufgüssen häufiger ausgetauscht werden.

Wie immer gilt hier auch: Die Mischung macht’s! Abwechselnd ausgeführt wird ein gelegentlicher Schnee- oder Eisaufguss nicht schaden und ein besonderes Saunaerlebnis bleiben.