Der Unterschied von aromatherapy und aromachology

Die Wissenschaft der Düfte in Bezug auf persönliches Wohlbefinden kann grundsätzlich in zwei Bereiche eingeteilt werden: aromatherapy und aromachology.
Die aromatherapy ist ausschließlich therapeutisch und darf nur von lizensierten Fachkräften ausgeführt werden. Sie nutzt nur natürliche Rohstoffe und untersucht, welche Düfte eine bestimmte physiologische Reaktion hervorrufen.
Ein wissenschaftlicherer Ansatz wird dagegen von der aromachology verfolgt, bei dem untersucht wird, welche psychologischen Reaktionen aus welchen Gründen durch welche Düfte hervorgerufen werden.

Die Anfänge der heute ausgeführten aromatherapy gehen in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Allerdings ist die Verwendung von ätherischen Ölen und Aromen mindestens seit 3000 v Chr. bekannt, wo sie bereits für kulturelle aber auch für medizinische Zwecke genutzt wurden. Wie oben bereits erwähnt, verwendet die aromatherapy ausschließlich natürliche Inhalts- und Duftstoffe zur Behandlung von Zuständen, die mit Stimmung und Emotionen zusammenhängen. Da dies ein sehr sensibles Thema ist, darf sie nur von Fachkräften ausgeführt werden. Obwohl sie das Einatmen oder Verbrennen von Düften beinhaltet, liegt das Hauptaugenmerk nicht auf dem Geruch der ätherischen Öle, sondern auf den heilenden Eigenschaften, die sie enthalten.

Dagegen basiert die aromachology, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts aufkam, ausschließlich auf wissenschaftlichen Studien. Dabei konzentriert sie sich auf die psychologische Wirkung von Düften auf Stimmungen und Emotionen. Sie beschränkt sich nicht nur auf natürliche Düfte, sondern steht auch der Verwendung von synthetischen Düften positiv gegenüber. Ursprünglich wurde sie hauptsächlich im Einzelhandel eingesetzt, um das Kundenerlebnis zu verbessern oder zum Kauf anzuregen. Heute wird die aromachology dank neuer Forschungsergebnisse aber ernster genommen, als noch zur Jahrtausendwende und für nützlichere Zwecke eingesetzt, darunter zur Schmerzlinderung und -behandlung.

Heute werden die Weisheit der aromatherapy und die Wissenschaft der aromachology zunehmend kombiniert, um eine neue Generation von „functional fragrances“ zu schaffen (siehe auch unseren Blogtext: Der Unterschied zwischen functional fragrance und aromatherapy). Tatsächlich konnten mit Hilfe der aromatherapy bereits einige – seit Jahrunderten bestehende – Behauptungen nachgewiesen werden, beispielsweise die entspannenden Eigenschaften von Lavendel. Infolgedessen wird der Duft als wichtiger Wirkstoff neu formuliert. Hier zeigt sich aber auch die Notwendigkeit, dass diese sensiblen Themen, bei denen es besonders um die richtige Kombination und korrekte Dosierung geht, in der Hand von speziell ausgebildetem Fachpersonal bleibt.