Ausgewogene Duftkompositionen

Damit ein Duft als harmonisches Ganzes empfunden wird, müssen drei unterschiedliche Duftrichtungen – die Kopf-, Herz- und Basisnote – miteinander harmonieren. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Länge ihrer Wirkung, sondern spielen jede für sich eine eigene Rolle im Gesamtkonzept einer Duftkomposition.

Kopfnote
Die Kopfnote ist das Erste, was wahrgenommen wird, wenn ein Duft getestet wird. Ihre Aufgabe ist es, Interesse für den Duft insgesamt zu wecken. Die Kopfnote wird naturgemäß von frischen, lebendigen und schnell flüchtigen Riechstoffen bestimmt. Beispiele ätherischer Öle für Kopfnoten sind Zitrusnoten, Minze, Eukalyptus und Basilikum. Ihre Intensität verflüchtigt sich schon nach rund 10 Minuten, da sich zu diesem Zeitpunkt die Herznote des Parfums voll entfaltet.

Herznote
Die Herznoten sind mittelflüchtige Düfte, die sicherstellen, dass der Übergang von der ersten zur dritten Phase möglichst sanft und gefühlvoll verläuft. Sie leiten im Duftverlauf von den frischen Düften zu den blumigen, fruchtig-süßen Noten über und sind vorwiegend von blumigen, würzigen und auch holzigen Komponenten geprägt. Beispiele ätherischer Öle für Herznoten sind: Rosenöle, Jasmin, Lavendel, Kamille, Melisse, harzige Noten, Ylang Ylang. Da diese Phase den eigentlichen Charakter eines Duftes prägt, wird die zweite Phase auch als Herzstück bezeichnet.

Basisnote
Die sich langsam verflüchtigenden Basisnoten sind als letzter Teil des Duftablaufs einer Duftkomposition noch nach Stunden wahrnehmbar. Entsprechend sind sie zuständig für den bleibenden Eindruck des Duftes im Raum und je nach Duft sehr individuell. Beispiele ätherischer Öle für Basisnoten sind: Holznoten, Harznoten, Vanille, Honigessenzen, Kakao, Patschuli, Thymian.