Duftwelt rund um die Minze – Mythische Geschichten und harmonische Düfte werden in der Sagenwelt – wie auch hier – häufig miteinander verbunden: Hades, der Herrscher der Unterwelt, hatte sich in die hübsche junge Nymphe Menthae verliebt. Als dies Persephone, seine Frau, bemerkte, wurde sie eifersüchtig und verwandelte die Nymphe in eine Pflanze, die – am Boden als Kriechgewächs lebend – mit Füßen getreten werden sollte. Hades konnte diese Verwandlung nicht mehr rückgängig machen, aber er milderte Menthaes Schicksal ab, indem er ihr einen bezaubernden Duft gab, den sie verströmte, wenn sie berührt wurde.

Das Indusdelta – Wiege der Minze
Tatsächlich war die Minze nicht nur den alten Griechen bekannt. Wie viele Gewürz-, Opfer- und Heilpflanzen stammt sie ursprünglich vom indischen Subkontinent und verbreitete sich von dort aus in die antike Welt. Das Indusdelta ist ihre Heimat und auch der Name wurde wahrscheinlich aus dem altindischen entlehnt: „Mante“ heißt hier „reiben“. Die Ägypter kannten und nutzten sie sowohl als Heil- und Rituskraut, als auch als Grabbeigabe. Auch im antiken Griechenland wusste man die Minze zu nutzen: Minzesträuße bei Tisch sollten die Esslust anregen, Minzekränze auf dem Kopf bei Trinkgelagen einem Kater vorbeugen oder als Aphrodisiakum wirken.
Der Siegeszug der Minze setzte sich über die Römer und Kelten ins Mittelalter fort, in dem auch Hildegard von Bingen Minze in ihrem Kräutergarten anpflanzte. Karl der Große ließ die Heilpflanze per Verordnung für medizinische Zwecke anbauen und im England des 17. Jahrhunderts wurden Minzeblätter dazu eingesetzt, auf Schiffen das Trinkwasser frisch zu halten.
Bis heute ist die am meisten bei uns verbreitete Minzeart die Pfefferminze, sie wirkt beruhigend, belebend und krampflösend auf die Atmungsorgane und wird bei muskulären Problemen im Alltag oder im Sport eingesetzt.

Die Duftbotschaft der Minze
Auch in Form von Minzöl wird die Kraft der Minze schon seit Jahrhunderten angewendet. Klar, frisch und aktiv – das ist ihre Duftbotschaft. Minzöl ist durchdringend pfeffrig scharf und würzig, im Aufguss angewendet hinterlassen Minzdüfte eine kühlende Wirkung auf der Haut, die sich insbesondere bei der anschließenden Kaltanwendung bemerkbar macht. Charakteristisch ist sie für sportliche Parfums, maskuline Kosmetik sowie frische, kühle Raum- und Wellnessdüfte.
Die Bandbreite von Minzepflanzen regte die Wendlinger Experten dazu an, ein ebenso großes Spektrum an Duftwelten zu kreieren. Sie reichen von Pfefferminze
über bis zur Japanminze. Für die Duftkreationen verwendet Kemitron eine hohe Konzentration natürlicher ätherischer Öle. Denn nur diese erzielen die vielfältigen Wirkungsweisen auf Körper und Sinne. Eine Ergänzung mit naturidentischen Ölen erfolgt nur dann, wenn natürliche Rohstoffe auf Grund von Natur- oder Artenschutz verboten bzw. schwer zu beschaffen oder als natürliches Öl unbezahlbar sind.