Sauna und Eis – eine Liebesbeziehung

Von der klassisch-allbekannten finnischen Sauna bis zum russischen Banja – es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Saunaarten. Gemeinsam haben alle, dass der Aufguss den unbestrittenen Höhepunkt des Saunierens darstellt. Bei diesem wird Wasser über heiße Steine gegossen. Der entstehende Wasserdampf erhöht die Luftfeuchtigkeit schlagartig, das Saunaerlebnis wird intensiviert. Der Effekt bleibt nur kurzfristig, daher werden meist mehrere Aufgüsse durchgeführt. Für ein besonderes Wellness-Erlebnis werden dem Aufgusswasser häufig ätherische Öle oder andere Duftstoffe beigemischt. Je hochwertiger diese sind, desto vielschichtiger ist das Dufterlebnis.

Allerdings stellt der Aufguss eine hohe Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Daher sollten sich Sauna-Anfänger immer auf die unteren Bänke setzen. Was grundsätzlich für das Saunieren gilt muss gerade beim Aufguss besonders beachtet werden: Unbedingt auf die Warnsignale des Körpers hören, denn fühlt man sich unwohl, sollte man die Sauna sofort verlassen!

Eine weitere Möglichkeit, einen Aufguss durchzuführen, ist durch Verwendung von Schnee- oder Eiskugeln. Diese werden entweder aus Schnee oder gecrushtem Eis als Ball geformt. Alternativ können auch einfach Eiswürfel genommen werden. Beachtenswert ist hier, dass Schnee und Eis unbedingt aus sauberem Wasser bestehen müssen, andernfalls kann das Sauna-Erlebnis schnell zu einem Alptraum werden.
Schneeball- oder Eisaufgüsse sind um ein Vielfaches intensiver als ein Aufguss mit Wasser, bei dem ein großer Teil unverdampft zwischen den Steinen durchläuft. Bei Schnee- oder Eisbällen hingegen, wird durch den Schmelzvorgang nur wenig Wasser abgegeben. Die Steine, die durch die darunter liegenden Heizelemente ständig auf gleich hoher Temperatur gehalten werden, verdampfen das Schmelzwasser fast vollständig. Der eigentliche Aufguss beginnt mit dem Schmelzprozess und dauert über einen längeren Zeitraum an. Er startet sanft, wird aber durch die lange Schmelzzeit und die enorm hohe Luftfeuchtigkeit sehr intensiv. Auch beim Schneeballaufguss können Saunadüfte verwendet werden. Dazu wird der Duft einfach auf den Schnee- / Eisball geträufelt bzw. zu dem Wasser in die Eiswürfelform gegeben. Im Handel erhältlich sind auch Formen, mit denen der Ball fest verpresst werden kann. Mittels eines Dorns kann hier das Duftkonzentrat in die Mitte der Schnee- oder Eiskugel gegeben werden. In diesem Fall entwickelt und intensiviert sich der Duft langsam und mit der steigenden Luftfeuchtigkeit.
Für ein besonderes Dufterlebnis empfehlen wir auch für Schnee- und Eisbälle Kemitron Aromee Sauna intense oder Aromee intense Düfte. Denn durch die enthaltenen erstklassigen Rohstoffe bleibt der Duft auch bei hoher Hitze und langsam ansteigender Luftfeuchte stabil und vielschichtig.

Die Kehrseite des Aufgusses durch Schnee und Eis ist, dass viel Energie benötigt wird, weil die Steine durch den langsamen Schmelzvorgang dauerhafter und mehr erhitzt werden müssen. Wegen des hohen Energieaufwands werden die Heizelemente mehr angegriffen, neigen eher zum Durch- oder Ausbrennen und müssen im Vergleich zu reinen Wasseraufgüssen häufiger ausgetauscht werden.

Wie immer gilt hier auch: Die Mischung macht’s! Abwechselnd ausgeführt wird ein gelegentlicher Schnee- oder Eisaufguss nicht schaden und ein besonderes Saunaerlebnis bleiben.